Applikationen von Karl Klink

Räumwerkzeuge geben in einem Arbeitsgang, Innen- oder Außenflächen eine profilierte Form. Prinzipiell können alle Werkstücke geräumt werden, welche einen konstanten Profilquerschnitt in Schnittrichtung aufweisen. Das Fertigungsverfahren Räumen wird vorwiegend dort eingesetzt, wo schwierig herzustellende Profile in Außen- oder Innenflächen mit hoher Oberflächengüte und Formgenauigkeit eingebracht werden müssen. Da es sich verfahrensbedingt um sehr teure Einzweckwerkzeuge handelt, kommt das Räumen überwiegend in der Serienfertigung bei hohen Stückzahlen zum Einsatz.

In den 1970er Jahren war das Räumen ein typisches Fertigungsverfahren für die Endbearbeitung, mittlerweile findet man es in nahezu allen Fertigungsstufen wieder. Die Anwendungsvielfalt ist aufgrund der innovativen Applikationstechnik und der weitreichenden Fertigungsmöglichkeiten der Werkzeuge enorm gestiegen. Die häufigsten und zugleich anspruchsvollsten Räumanwendungen liegen jedoch im Bereich der Antriebstechnik. Für die Fertigung von formschlüssigen Übertragungselementen, wie beispielsweise Zahnrädern und Welle-Nabe-Verbindungen (jährlicher Bedarf mehr als 400 Mio. Stück), ist das Räumen eines der wichtigsten Fertigungsverfahren.

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